
OC|Weekly Talk „Wer trägt hier die Verantwortung?"
Wer IT-Architektur designt und mitaufbaut, trägt Verantwortung. Klar, denken Sie jetzt vielleicht, Architekten und Architektinnen müssen für "ihr System" geradestehen, manche für ganze IT-Landschaften. Doch geht ihr Einfluss nicht viel weiter? Heute, wo IT und Digitalisierung die Welt bewegen, wirken sich Architekturentscheidungen da nicht schnell auf das gesamte Unternehmen aus, auf Geschäftsmodelle und auf die Wertschöpfung? Dennoch starten wir ein neues Projekt oder die Arbeit an einem Produkt fast immer noch mit der Klärung von technischen Fragen und der Auswahl von Plattformen und Frameworks. Wird das Vorhaben zu groß, zerschneiden wir es in kleine Pakete. Auch dabei bleiben wir technisch, kümmern uns vor allem um Backend, Frontend, Datenbank, Integration.
Responsible Architecture strebt hier einen anderen Ansatz an. Architekten sollen stärker als bisher die fachlichen und qualitativen Anforderungen im Blick haben, vor allem, wenn es um das Zerschneiden von monolithischen Systemen geht. Jedes Teilsystem sollte eigenständig funktionieren und mindestens eine fachliche Funktion qualitätsgerecht und SLA konform abarbeiten können.
Beim Weekly Talk am 12. Mai 2022 haben wir einen Gast eingeladen, der nicht nur seit vielen Jahren mit dem Responsible-Architecture-Ansatz arbeitet, sondern ihn auch in Trainings an andere weitervermittelt. Benedikt Stemmildt arbeitet seit über 15 Jahren in der Softwarearchitektur und -entwicklung, als Entwickler, Architekt, Dozent und Führungskraft. Er ist Gründungsmitglied der Hacker-School und sein Steckenpferd ist die Vertikalisierung und das Company Rebuilding von Entwicklungsteams und Organisationen.
Mit ihm sprechen wir über den Ansatz der Responsible Architecture, seine Erfahrungen damit und die Auswirkungen, die das Vorgehen auf die gesamte Organisation hat:
- Was bedeutet „Responsible Architecture“ ganz praktisch?
- Welche Aufgabe haben Architekt:innen?
- Welche Organisationsstruktur brauchen wir? Braucht es Führung, um passende Lösungen zu erreichen?
- Wie finde ich den richtigen Schnitt in meinem Projekt?
- Wie behalte ich das Gesamtprojekt, das Gesamtprodukt im Blick, wenn ich agil vorgehe?
- Wir wirkt sich „Responsible Architecture“ auf die Organisation aus?
- Und wo bleibt die Technik? Wann sollte ich mich mit ihr befassen, und welche Fragen sollten beantwortet werden?
- Was könnte ich schon Montag anders machen?
Seien Sie dabei bei einer spannenden Diskussion über Softwarearchitekturen, bei der es diesmal nur am Rande um Technik geht. Donnerstag, 12. Mai 2022, 16.00 Uhr, live.
Benedikt Stemmildt beschreibt sich selbst als leidenschaftlichen Software Architekt, Full-Stack-Entwickler und Speaker mit Begeisterung für Technologie, Architektur und Organisation. Er entwickelt und betreibt Software, datengetrieben mit Fokus auf Kundenmehrwert. Beruflich kümmert er sich vor allem um Plattformen für den Online-Handel: Er startete seine Karriere in agilen Teams bei Otto, war später als leitender Software Architekt bei Breuninger tätig und heute als CIO bei Blume 2000. Sein Wissen teilt er in der Community. Daneben ist er Hochschuldozent und Mitbegründer der Hacker-School.
Frank Hoppe ist als Innovation Coach im Bereich Business & IT Innovations bei OPITZ CONSULTING tätig.
Schwerpunktmäßig befasst Frank sich mit Methoden im Innovationsmanagement und Trends und Hypes rund um die Digitalisierung. Er begleitet dabei Unternehmen von der Ideenfindung mit Hilfe von Design Thinking bis hin zum Minimal Viable Product.
Rolf Scheuch ist Mitbegründer des IT-Consulting-Unternehmens OPITZ CONSULTING und dort als geschäftsführender Gesellschafter in der Rolle des Chief Strategy Officers tätig.
Neben seiner Aufgabe als Geschäftsführer ist Rolf Scheuch als Managementcoach aktiv, mit Schwerpunkten in der Entwicklung einer geschäftszielorientierten IT-Strategie und der organisatorischen Implementierung von Initiativen im Umfeld des Business- und IT-Alignment.
Ferner engagiert er sich im Rahmen von Fachkonferenzen und als Autor von Fachpublikationen.
