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Wenn fünf Minuten zu viel sind

Dbvisit Zero Data Loss für Oracle Database Standard Edition 2

Bei einem Datenbankausfall zählt nicht nur, wie schnell das System wieder läuft. Entscheidend ist auch, welcher Datenstand anschließend zur Verfügung steht. Denn fehlen die letzten Minuten, müssen Aufträge, Buchungen oder Produktionsdaten identifiziert, abgeglichen und möglicherweise manuell rekonstruiert werden. 

Mit der Zero Data Loss Option von Dbvisit StandbyMP lässt sich diese Datenlücke bei der Standard Edition der Oracle Datenbank, der Standard Edition 2, kurz Oracle SE2, deutlich verkleinern. Eine zusätzliche Replikationsschicht überträgt Änderungen kontinuierlich aus den Online Redo Logs auf das Standby-System. So kann das Recovery Point Objective (RPO), das beschreibt, wie weit der wiederhergestellte Datenstand maximal hinter dem Zeitpunkt eines Ausfalls zurückliegen darf, in geeigneten Umgebungen von mehreren Minuten auf unter eine Sekunde sinken – ohne allein dafür auf die Oracle Enterprise Edition wechseln zu müssen. 

Foto Frauke Jerabeck

Frauke Jerabeck

Manager Sales
OPITZ CONSULTING Systems

Telefon +49 172 8205647

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Zahnrad mit Pfeildiagramm

Unter 1 Sekunde

angestrebtes RPO in geeigneten Umgebungen

Zahnrad mit Verbindungen

2 Replikationswege

Online Redo Streaming plus bewährte Archive Log Replikation

Hand mit Datendiagramm

Bis zu 75 %

mögliche Einsparung bei Oracle Lizenzkosten laut Dbvisit – abhängig von System und Lizenzmodell

RPO unter einer Sekunde

Dbvisit nennt für die klassische Archive-Log-Replikation ein RPO im Minutenbereich und für ZDL ein RPO unter einer Sekunde. Zudem wirbt der Hersteller für Oracle SE plus StandbyMP mit bis zu 75 Prozent niedrigeren Oracle Lizenzkosten gegenüber einer Enterprise-Edition-Konstellation. (Vgl. die Angaben des Herstellers)

Was können fünf Minuten Datenverlust bedeuten?

Ein RPO von fünf Minuten klingt zunächst überschaubar. Für transaktionsintensive Anwendungen kann dahinter jedoch eine beträchtliche Zahl an Geschäftsvorgängen stehen: 

  • neu eingegangene Bestellungen 
  • gebuchte Zahlungen 
  • Lager- und Materialbewegungen 
  • Produktionsmeldungen 
  • Reservierungen und Statusänderungen 
  • fachliche oder regulatorisch relevante Einträge 

Die technische Wiederherstellung ist dabei oft nur der erste Schritt. Anschließend muss geklärt werden, welche Vorgänge fehlen, ob sie vollständig rekonstruiert werden können und wann die Daten wieder verlässlich sind.

Ein Baustein für Ihre Business Continuity

Business Continuity beginnt mit zwei Fragen: Wie lange darf ein kritischer Geschäftsprozess ausfallen – und wie viele Daten dürfen dabei verloren gehen? Dbvisit Zero Data Loss setzt an der zweiten Frage an und kann das potenzielle Datenverlustfenster Ihrer Oracle Datenbank deutlich verkleinern. 

Damit ist ZDL ein technischer Baustein Ihrer Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Strategie. Für eine belastbare Gesamtlösung müssen darüber hinaus Wiederanlaufzeiten, Anwendungen, Infrastruktur, Backups, Tests und klare Verantwortlichkeiten zusammenspielen.

Wie viele Transaktionen liegen in Ihrer Datenlücke?

1.500 oder fünf? Finden Sie heraus, wie viele Geschäftsvorgänge bei einem Ausfall in Ihrer Oracle Umgebung potenziell betroffen wären – und wie stark Dbvisit Zero Data Loss dieses Risiko reduzieren kann.

Mit uns die eigene Datenlücke berechnen

So schließt Dbvisit die Datenlücke

Dbvisit StandbyMP überträgt weiterhin abgeschlossene Archive Logs auf die Standby-Datenbank. Die Zero Data Loss Option ergänzt diesen bewährten Prozess um einen zweiten Übertragungsweg: 

  1. Dbvisit überwacht die aktiven Online Redo Logs der Primärdatenbank. 
  2. Neu entstehende Änderungen werden kontinuierlich auf das Standby-System übertragen. 
  3. Die reguläre Archive Log Replikation läuft parallel weiter. 
  4. Bei einem Failover kann StandbyMP die zusätzlich übertragenen Redo-Daten nutzen, um die letzte Lücke zu schließen. 
Das Schaubild zeigt zwei Datenbanksysteme: Eine Primärdatenbank und eine Standbydatenbank mit den Aktivitäten: Archive Logs und Online Redo Streaming

ZDL ersetzt die vorhandene Replikation also nicht, sondern erweitert sie. Fällt der zusätzliche Übertragungsweg aus, bleibt die Archive Log Replikation als Basis bestehen. Technische Beschreibung von Dbvisit

Mehr Schutz, ohne direkt auf Enterprise umzusteigen

Ein sehr niedriges RPO war bei Oracle Datenbanken bislang häufig mit Oracle Enterprise Edition, zusätzlichen Technologien oder individuell entwickelten Replikationslösungen verbunden. Dbvisit ZDL eröffnet einen weiteren Weg: Unternehmen können Oracle SE2 beibehalten und dennoch ein RPO unter einer Sekunde anstreben. 

Das bietet insbesondere dort Vorteile, wo die Enterprise Edition nicht wegen ihrer zusätzlichen Datenbankfunktionen, sondern vor allem wegen der Disaster-Recovery-Anforderungen in Betracht gezogen wird.

Die Oracle Preisliste vom 3. August 2026 nannte 47.500 US-Dollar je Processor für Enterprise Edition und 17.500 US-Dollar je Processor für Standard Edition 2. Diese Preise verändern sich natürlich. Die konkrete Lizenzierung hängt zudem von vielen individuellen Faktoren ab, wie Hardware, Core-Faktor, Anzahl der Systeme, Standby-Nutzung, Vertragskonditionen oder Support.

Ihre Vorteile mit Dbvisit ZDL

Das potenzielle Datenverlustfenster sinkt in geeigneten Umgebungen von mehreren Minuten auf unter eine Sekunde.

Je kleiner die Datenlücke, desto weniger Vorgänge müssen gesucht, geprüft und manuell rekonstruiert werden.

Ein sehr niedriges RPO erfordert nicht automatisch einen Wechsel auf die Oracle Enterprise Edition.

Archive Log Replikation und kontinuierliches Redo Streaming arbeiten parallel. Die bestehende StandbyMP-Architektur wird erweitert, nicht ersetzt.

ZDL kann sowohl bei neuen als auch bei bestehenden StandbyMP-Konfigurationen eingesetzt werden, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Passt Zero Data Loss zu Ihrer Umgebung?

Ein RPO unter einer Sekunde hängt von der konkreten Infrastruktur und Auslastung ab. Vor einer Einführung prüfen wir unter anderem: 

  • Oracle Version und Datenbankkonfiguration 
  • Dateisystem, OMF oder ASM 
  • Performance der Online Redo Logs 
  • Transaktions- und Redo-Aufkommen 
  • Bandbreite, Latenz und Stabilität des Netzwerks 
  • vorhandene StandbyMP-Konfiguration 
  • Oracle Lizenzierung und wirtschaftliche Alternativen 

Dbvisit empfiehlt unter anderem SSD- oder NVMe-Speicher für die Redo Logs, eine Netzwerkantwortzeit von ungefähr 50 Millisekunden oder weniger und ausreichend Bandbreite für ZDL plus Archive Log Replikation. Die aktuelle Supportmatrix führt Oracle Database 12.2, 18c und 19c auf; RAC und ODA KVM sind für ZDL derzeit nicht unterstützt.

Wie viel kostet Ihre Datenlücke?

Lassen Sie uns gemeinsam berechnen, wie viele Geschäftsvorgänge in Ihrem aktuellen RPO-Fenster liegen – und ob Dbvisit Zero Data Loss technisch und wirtschaftlich zu Ihrer Oracle Umgebung passt.

Zero Loss Check vereinbaren

FAQ – Häufige Fragen zu Zero Data Loss

Das Recovery Point Objective beschreibt, wie weit der wiederhergestellte Datenstand maximal hinter dem Zeitpunkt eines Ausfalls zurückliegen darf. Bei einem RPO von fünf Minuten können im ungünstigsten Fall die Änderungen der letzten fünf Minuten fehlen.

Nein. ZDL arbeitet asynchron und garantiert bei einem ungeplanten Ausfall keine mathematisch exakten null Sekunden Datenverlust. In geeigneten Umgebungen ist die Lösung auf ein RPO unter einer Sekunde ausgelegt. Ein geplanter Graceful Switchover kann ohne Datenverlust erfolgen.

ZDL optimiert primär das RPO, nicht das technische RTO. Da nach einem Ausfall weniger Daten gesucht, abgeglichen oder rekonstruiert werden müssen, kann der Geschäftsbetrieb dennoch schneller wieder auf einer verlässlichen Datenbasis fortgesetzt werden.

Nein. ZDL wurde insbesondere entwickelt, um ein sehr niedriges RPO mit Oracle Standard Edition zu ermöglichen. Für die Nutzung wird jedoch eine zusätzliche Dbvisit ZDL Lizenz benötigt.

Ja. Die Option kann grundsätzlich auch zu einer vorhandenen StandbyMP-Umgebung hinzugefügt werden. Vorher sollten Kompatibilität, Performance, Redo-Konfiguration und Netzwerkanbindung geprüft werden.

Besonders relevant ist ZDL für transaktionsintensive und geschäftskritische Systeme, bei denen fehlende Aufträge, Zahlungen, Produktionsmeldungen oder andere Vorgänge hohen Prüf- und Wiederherstellungsaufwand verursachen.

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